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Wutwind der Wirklichkeit Elfriede Jelinek zum Achtzigsten

Überschwänglich gratulierten die Feuilletons der ewigen Rebellin Elfriede Jelinek zum Achtzigsten. Den "Wutwind der Wirklichkeit" spürte die FAZ durch ihr Werk wehen, die SZ bekam fast weiche Knie als sie der Ikone in Wien persönlich gegenübersteht. Der Durchbruch gelang Jelink 1975 mit dem marxistisch-feministischen Roman "Die Liebhaberinnen" (der gerade neu verfilmt wurde), den ersten echten Skandal brachte ihre "Posse mit Gesang", die den österreichischen Umgang mit der NS-Vergangenheit kritisierte, im Besonderen die Verstrickungen der Schauspielerin Paula Wessely. Seitdem hält Jelinek die Deutschen und Österreicher auf Trab, trotzte Aufführungsverboten, psychischen Krisen und immer dem Patriarchat. 2004 wurde sie dafür mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt, dafür wie sie "mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees" enthüllt. Und sie schreibt weiter, erst dieses Jahr erschien ihr neues Stück "Unter Tieren". Alles Gute zum Achtzigsten, Elfriede Jelinek, wir sind schon gespannt, was als nächstes kommt! Alle bei uns verfügbaren Bücher finden Sie in der unten stehenden Liste: