Rezensentin Sieglinde Geisel hat diesen Gesprächsband des Medienwissenschaftlers Bernhard Pörksen und des Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun mit Gewinn gelesen. Die von den beiden Autoren vorgenommene Unterscheidung zwischen Mensch und Meinung ist der Kritikerin zwar nicht neu, auch "einfache Lösungen" haben die beiden nicht zu bieten, warnt Geisel vor. Die Dilemmata der Kommunikation mit Rechten, Verschwörungstheoretikern etc. können ihr die Autoren allerdings vor Augen führen. Die "Diskursverzerrung" etwa, die entsteht, wenn Fakten nur noch als Meinungen gelten. Auch den Ausführungen zum "Kommunikationsquadrat", das unter anderem aussagt, dass nur noch die Beziehungsbotschaft, nicht aber die Sachaussage gehört wird und Pörksen Kritik an der "therapieerfahrenen" Sensibilität des eigenen Milieus, folgt Geisel mit Interesse.