Cornelie Becker-Lamers
Die Decke schwindet
- Universitätsverlag Winter
- 2025
- Gebunden
- 426 Seiten
- ISBN 9783825396831
In ihrer Studie gibt Cornelie Becker-Lamers ausführlich Einblick in die Archivalien zur Weimarer ‚Zauberflöte‘. Ausgehend von ihrer Beobachtung, dass die Bühnenhandlung der ‚Zauberflöte‘ die Figurenrede der Priesterwelt sehr konsequent konterkariert, untersucht sie Schikaneders Libretto (1791) v.a. im Hinblick auf das Ausstellen rhetorischen Sprechens. Die Folien hierfür sind Schikaneders Vorlagen in den ‚Dschinnistan‘-Märchen von Liebeskind, Wieland und Einsiedel (1786–89) sowie Goethes ‚Groß-Cophta‘ (1791) und Elisa von der Reckes ‚Nachricht‘ über den Hochstapler Cagliostro (1787).
Dass in der ‚Zauberflöte‘ die Bühnenhandlung nicht als die ‚Realität‘ wahrgenommen wird, an der die Figurenrede sich messen lassen muss, wird mit den einschneidenden Veränderungen begründbar, die Vulpiusʼ rezeptionsgeschichtlich auswirkungsreiche Libretto-Bearbeitung (1794)
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