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- Schnell & Steiner GmbH
- 2025
- Heft
- 56 Seiten
- ISBN 9783795473280
Die archäologische Erschließung des mittelalterlichen Klosters unter dem barocken Kloster macht in Altenburg Grundzüge der Entwicklung abendländischer Klosterarchitektur anschaulich und den Weg von der bescheidenen Anlage des 12. und 13. Jh. zum weitläufigen, künstlerisch ambitionierten Ensemble aus Höfen und Trakten nach 1730 erfahrbar. Die energische Um- und Neubautätigkeit des Abtes Placidus Much bescherte dem Stift innerhalb weniger Jahre zwischen 1729 und 1743 eine Neuordnung des klösterlichen Lebens nach innen und außen, die den modernen Umbau der Kirche, die Prälatur, den landschaftsbestimmenden Ostflügel mit Bibliothek im Süden und Repräsentationsräumen im Norden umfasste. Mit Joseph Munggenast als Architekt, Franz Joseph Ignaz Holzinger und seinen Schülern für die Stuckfiguren
Die Altenburger Stifts- und Pfarrkirche sowie die Bibliothek sind Meisterwerke des europäischen Barock, in denen sich eine dynamisch bewegte Architektur mit bedeutender Ausstattung durch Malerei und Skulptur zu ›Farbräumen‹ zusammenschließt, die Hans Sedlmayr bereits zu Beginn der modernen Barockforschung für »das letzte große Wort des österreichischen Barock« (1930) hielt. Die einsame, friedvolle Lage des Klosters mit Blick in die hügelige bewaldete Landschaft – etwa von der dem Chor der Kirche vorgelagerten Altane – trägt das ihre zur besonderen Atmosphäre des Ortes bei.
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