Rezensentin Simone Buchholz versteht sich beim Thema Krimis eigentlich als genügsame Person, aber selbst sie ist mit Karsten Dusses neuem Buch wirklich nicht zufriedenzustellen, der Roman ist für sie ein "zwischen zwei Buchdeckel gepresster Laber-Podcast" aus Banalitäten. Dusse feiert mit seiner "Achtsam morden"-Reihe große Erfolge, aber diesem Werk mangelt es an Struktur, Perspektive, einer Geschichte, ärgert sie sich: Eine Frau findet die abgeschnittene Hand ihres Ex auf dem Bett und denkt aber stattdessen über die Ponys und die sonstigen menschlichen Gestalten auf dem Immenhof nach. Die Kennlerngeschichte der Frau und des Mannes, zu dem die Hand gehört, scheint der Realität entnommen, die Kritikerin hätte sich mehr Fiktionalisierungswillen gewünscht. Stattdessen ist das Buch für sie ein unguter "Industriekartoffelsalat", in dem zu viel durcheinandergemischt ist. Verantwortlich sieht sie dafür gar nicht nur den ansonsten erfolgsverwöhnten Autor, sondern den Verlag, der offenbar zu faul war, den Text vor der Publikation mal in die Mangel zu nehmen.