Rezensent Dominik Fürst ist angetan von der humorvollen Zärtlichkeit, mit der der Schriftsteller und Psychologe in seinem Debütroman von psychischen Krankheiten erzählt. Autobiografisch grundiert, schickt er seinen Ich-Erzähler, selbst Psychologe, auf die Reise, um seine Familiengeschichte zu erkunden, teilt uns Fürst mit. Denn in seiner Familie toben so viele psychische Krankheiten, von bipolarer Störung bis zur Depression, dass er befürchtet, selbst bald eine solche zu entwickeln. In drei parallelen Strängen wird die Geschichte des Sohnes, des Vaters und der Mutter erzählt, was, besonders gegen Ende bei ihren akut werdenden Zuständen, manchmal schwer auszuhalten ist, findet Fürst. Doch das psychologische Wissen, auf das der Autor zurückgreift, sowie sein schriftstellerisches Feingefühl erzeugen eine große Empathie, die die Härte der Themen auffängt, versichert der Kritiker. Dass darunter Bilder wie das einer verstimmten Gitarre als Depressionsmetapher den Zustand perfekt beschreiben, sieht Fürst als zusätzlichen Beweis der Könnerschaft des Autors.