Rezensent Holger Gertz ist sichtlich begeistert von dieser sportwissenschaftlichen Studie, die, so Gertz, zu suggerieren versucht, dass das alltägliche Lampenfieber im Beruf oder die Angst vor der Familie durch das Denken an und beim Elfmeterschießen gelöst werden kann. Denn genau das ist das Ziel von Jordert Geir, Sportwissenschaftler, Berater und langjähriger Forscher auf dem Gebiet der Elfmeterpsychologie und des Elfmeterschießens im Fußball: Zu zeigen, dass es eine strenge Parallele zwischen Fußball und dem Umgang mit Druck im Leben gibt. Geir habe unermüdlich zu diesem Thema geforscht, sich immer wieder mit Hirnforschern ausgetauscht und sei zu dem Schluss gekommen: Angst und Panik führen zu überhasteten Schüssen und Fehlschüssen, Übung sei das Allheilmittel gegen diese Schwierigkeit. Gertz bürgt für den präzisen Schreibstil, in dem er Drucksituationen in wichtige Spiele übersetzt, und für den wissenschaftlichen Anspruch der Diskussion. Und auch der These schenkt er gerne Glauben: Man müsse, so Geir, auch im Leben vor einem wichtigen Auftritt immer wieder üben. Und man solle nicht vergessen, dass man nicht auf der großen Bühne des Weltfußballs stehe oder vor den glotzenden Augen der Fernsehzuschauer, sondern dass die alltäglichen Auftritte bescheidener seien. Wenn man das nicht vergisst, geht es leichter, schließt Gertz scheinbar einverstanden.