Den Titel des Büchleins findet Rezensent Lothar Müller etwas irreführend, denn "ein Deutschland, nach dem er Heimweh hätte haben können", gab es für Thomas Mann nicht, so der Rezensent. Allein vierzehn Jahre hat Thomas Mann im amerikanischen Exil zugebracht, zehn davon in seiner Villa in Los Angeles. Das Buch aber hat Müller alles in allem mit Gewinn gelesen. Es scheint unterhaltsam zu sein, leicht literarisierend, denn Mittelmeiers Hauptstilmittel sei die Zitatcollage. Das heißt übrigens nicht, dass die Konflikte und Schwierigkeiten ausgeblendet werden, so Müller. Für ihn ist das Buch durchaus auch eine anekdotische Annäherung an einige Hauptwerke Thomas Manns, vor allem natürlich an den in Los Angeles entstandenen Roman "Doktor Faustus". Dass man Belege aber nur mit QR-Code und Handy recherchieren kann, kritisiert Müller als ganz schöne Knausrigkeit des Verlags.