Fast filmreif erzählt Laurent Mauvignier hier einen Dorf-Thriller, der sein Tempo langsam, sehr langsam, steigert, bemerkt Rezensent Burkhard Müller. Das Dorf, in dem sich die Handlung abspielt, wird von nur vier Personen bewohnt: Die Eltern Patrice und Marion, die Tochter Ida und die Nachbarin Christine, schildert Müller. Während wir die Protagonisten kennenlernen, entfaltet sich die spannungsvolle Ungeduld, die uns schon vermuten lässt, dass da etwas gewaltig schief gehen wird. Und so ist es dann auch: Drohungen und merkwürdige Vorkommnisse schalten das Tempo der Erzählung sukzessive höher, bis drei Männer bei einem Familienfest eintreffen, die Marion kennt, und die wohl Schlimmes vorhaben, deutet der Kritiker voraus, möchte das Ende aber nicht verraten. Noch reizvoller wäre es, wenn auch die Gedanken der Figuren im Ungefähren verbleiben würden, eine filmische Umsetzung könnte hier Abhilfe schaffen, schließt Müller.