Ein großartiges Buch über Mutterschaft ist das, jubelt Rezensentin Cornelia Geißler. Olga Ravns Buch hat 13 Anfänge, im weiteren setzt es sich aus diversen Textsorten zusammen, darunter Lyrik und Tagebuchpassagen, aber auch innere Monologe, lernen wir. Ob Schreiben auch eine Form von Hausarbeit sein kann, ist eine der Fragen, die im Buch gestellt sind, und überhaupt geht es, erläutert Geißler, zentral ums Schreiben sowie um das Verhältnis zwischen Schreiben und Leben. Die Autorin beobachtet Geißler zufolge, was Mutterschaft mit dem Leben einer Frau macht, der Geburtsvorgang wird detailliert beschrieben, ebenso wie die oft ambivalenten Gefühle dem Kind gegenüber sowie Probleme in der Paarbeziehung. Toll, wie innere Zustände in Prosa übersetzt werden, wie etwa Wiederholung mal zur Qual, mal aber auch zur Entspannung führen kann, lobt die Rezensentin, die das Buch insgesamt als befreiend empfindet.