Rezensentin Sandra Kegel freut sich, dass der "experimentierfreudige"Autor Georgi Gospodinov ein neues, ganz zartes Buch vorgelegt hat, das vom Tod seines Vaters und dessen Krankheit zuvor erzählt. "Memoir, Bekenntnis und Momentaufnahme zugleich" liest Kegel, Gospodinovs Ich-Erzähler, der für sie mit dem Autor übereinstimmt, webt die schmerzlichen Erfahrungen mit dem Tod des Vaters Bezüge auf Mythen und die Bibel, Homer, aber auch Susan Sontag ein und macht sich Gedanken über Latein als Sprache des Todes. Zentral ist auch der Garten, den der Vater hingebungsvoll pflegt, erfahren wir, und in den der Erzähler immer wieder zurückkehrt - für die Kritikerin ist dieses Buch auch eines, das die Geschichte der verschiedenen Generationen nach dem Fall des eisernen Vorhangs zwischen Bleiben und Gehen und die Folgen des in Bulgarien viel verbreiteten Schweigens erzählt. Ein gelungener Text über "existenzielle Grenzerfahrungen", hält sie abschließend fest.