Rezensentin Susanne Romanowski findet "unbedingt lesenswert", wie Karolina Kuszyk in ihrem Buch "große Ideen" zu Thema der territorialen Verschränkung deutscher und polnischer Geschichte im Kleinen, Partiellen verhandelt. Um das heutige Westpolen, einst ostdeutsches Gebiet, geht es, in das nach 1945 viele Menschen aus Ostpolen zwangsumgesiedelt wurden. Wie sie sich in diesen auf Polnisch "poniemieckie" genannten Zuständen zurechtfinden mussten, in den von Gewalt an und durch Polen geprägten Gebieten und in den Häusern, in denen noch die Hinterlassenschaften der deutschen Bewohner zu finden waren, davon erzähle die in Legnica, früher Leignitz, geborene Autorin mit viel Feingefühl und Blick aufs Alltägliche, lobt die Kritikerin - so werde etwa das Gefühl beschrieben, aus den Töpfen des "eben noch verfeindeten Volkes" zu essen. Die Zeitzeugenberichte, auf denen Kuszyk sich dabei neben Reportagen, Romanen und Forschungsbeiträgen hauptsächlich berufe, liefern der Kritikerin ein vielschichtiges Bild dieser Schicksale; ein vorsichtig "tastendes" und "neugieriges" Buch, lobt sie.