Zeitanomalien im Film
- Schüren Verlag
- 2025
- Taschenbuch
- 290 Seiten
- ISBN 9783741005220
Seit der Erfindung von Ton- und Bildaufzeichnung im 19. Jahrhundert existiert die Option, das Reale selbst einzufangen und zu fixieren für die Reproduktion. Damit wird zugleich die Manipulation am Abbild des Wirklichen selbst möglich. Töne können nun beschleunigt und verlangsamt wiedergegeben, neu montiert oder rückwärts abgespielt werden. Fotografien bieten nur Ausschnitte; als bewegte Abbilder aber verfügen sie bereits über ein ganzes Arsenal an Verzerrungen der Realität. Unterbrechungen der Aufzeichnung, Ellipsen, Kontinuitäts- wie Kontrast- und Assoziationsmontage heben das Zeit-Raum-Kontinuum auf und rekonfigurieren alternative Wirklichkeiten. Die Geschichte der Zeitanomalien in audiovisuellen Medien beginnt also gleich mit deren Erfindung – und setzt sich bis zum Ende der Stummfilmära rasant
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