Juri wäre gern Astronaut, aber traut sich vor Angst gar nicht mehr aus seinem Zimmer, erklärt Rezensentin Christine Knödler, er hat "Angst vor der Welt". Da erreicht ihn plötzlich aus Zufall eine Nachricht von Ava auf dem Handy, die ihr Zimmer wegen Hausarrest nicht verlassen darf - das ist laut Knödler die Prämisse von Sarah Jägers Jugendroman. Die Geschichte ist komplett in Form von Textnachrichten verfasst, man muss sich "einlassen auf dieses Hin und Her", gibt Knödler zu bedenken, aber es lohnt sich, denn die beiden Protagonisten können so ihre Sorgen, Hoffnungen und auch die Gegensätze zwischen sich erkunden. Ava ist ein eher quirliges Scheidungskind, Juri ist in sich gekehrt, im Laufe der Nachrichten lernen sie sich gut kennen und stellen sich die Fragen um Freundschaft, Liebe und Pläne, die Jugendliche umtreiben - woraus ein lesenswertes, "poetisches Protokoll" entsteht, wie die Rezensentin bekräftigt.