Rezensent Helmut Böttiger wird mitgerissen von Nadja Küchenmeisters Langgedicht über Abschiede und Ankünfte zwischen Berlin, Köln, Lissabon und Augenblicke der Kindheit, in denen das titelgebende Sternbild als Konstante wirkt. Gleichzeitigkeit und Dynamik sind in den Terzinen vereint, erkennt Böttiger, dem das Elegische in Verbindung mit Augenblickslust im Text sichtlich zusagt. Wie die Autorin Biografisches, Wahrnehmung, Sehnsuchtsmomente und die leitmotivische Farbe Gelb zu etwas Sinnlichem und Mitreißendem vereint, findet Böttiger stark.