Rezensent Florian Eichel trifft sich mit der Influencerin und nun Romanautorin Svea Mausolf in einem Kölner Café, das wie aus einem ihrer Memes scheint, die sich über die miefige Kleinbürgerlichkeit der Leute lustig machen. Ihr Debütroman handelt von der verzweifelten Peggy, die einen Mann umbringt, Martin, der das wegen seiner männlich-rücksichtslosen Schludrigkeit eigentlich auch verdient hat, erfahren wir. Die Leute, die sonst noch in dem Roman auftreten, etwa eine hypersexualisierte Barkeeperin, kommen Eichel vor wie "Geisterbahnfiguren", die Mausolf ins Absurde überspitzt zeichnet, um über toxische Männlichkeit zu sprechen. Ganz ernstzunehmen ist das wahrscheinlich nicht, und wohl auch nicht so intendiert, aber gruseln kann man sich sowohl mit dem Roman als auch mit Mausolfs Memes ganz wunderbar, findet Eichel.