Interessant, aber auch ein bisschen ermüdend ist, was China Miéville hier im Auftrag Keanu Reeves produziert hat, findet Rezensentin Nadine A. Brügger. Der Schauspieler hat Miéville gebeten, einen Fantasyroman auf der Basis einer Idee Reeves zu schreiben, erfahren wir, einen Roman, in dessen Zentrum der unsterbliche Krieger Unute steht. Beziehungsweise schlüpft Unute, wenn er stirbt, stets wieder als Erwachsener aus einem Ei, erfahren wir, er selbst möchte allerdings aus diesem Zirkel ausbrechen und sterben, außerdem quälen ihn existentielle Menschheitsfragen zu Themen wie der Konsequenz menschlichen Handelns oder menschlichem Handeln als Selbstzweck. Es gibt dann noch, fährt Brügger fort, ein ebenfalls unsterbliches Schwein als Widersacher und überhaupt ist viel los in diesem Buch, das sich, aus der Perspektive diverser Weggefährten Unutes erzählt, durch die Weltgeschichte erzählt. Das ist zwar, meint die Rezensentin, durchaus abwechslungsreich, weil Miéville ständig den Tonfall wechselt, aber ein bisschen anstrengend ist das Ergebnis schon. Ein bisschen mehr Ordnung im kreativen Chaos hätte diesem Buch gut getan, so das Fazit.