Katharina Resch
Lesen lernen
- AV Akademikerverlag
- 2012
- Taschenbuch
- 400 Seiten
- ISBN 9783639409321
Von allen Kulturtechniken betrachtete die ArbeiterInnenbewegung das Lesen als das im besten Sinne des Wortes befreiendste und für das individuelle wie gesellschaftliche Fortkommen unabdingbarste Bildungsgut. Der Bücherkauf stellte jedoch selbst für organisierte ArbeiterleserInnen bis in die Zwischenkriegszeit hinein eine schwer leistbare und entbehrliche Ausgabe dar. Die Aufgabe der Literaturvermittlung übernahm in hohem Maße die Arbeiterpresse - auch und gerade die Arbeiterfrauenpresse. Daran, den inhomogenen und schwierig zu erfassenden Rezipientenkreis der Frauen zu erreichen, arbeitete in Österreich vor allem die sich als wichtigstes politisches Artikulationsorgan der Arbeiterinnenbewegung betrachtende 'Arbeiterinnen- Zeitung' (ab 1924 'Die Frau'). Im Vergleich zu ihrem "großen Bruder" 'Arbeiter-Zeitung' heute wenig bekannt, wurde nunmehr auch mit der literaturwissenschaftlichen
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