Kritikerin Kathleen Hildebrand trifft sich mit der Politikberaterin Chloe Dalton, deren Buch bei seinem Erscheinen in England ein großer Erfolg war: Als sie sich mit Beginn der Pandemie in ihr Ferienhaus auf dem Land zurückzog, machte sie die Bekanntschaft eines verlassenen Babyhasen, den sie aufzuziehen begann. Irgendwo zwischen Nature Writing und Bildungsroman erzählt Dalton laut Rezensentin davon, wie schwierig es war, Informationen zur Aufzucht statt zur Jagd eines Hasen zu bekommen, wie sie ihr eigenes Handeln hinterfragt, sich nicht sicher ist, ob der Hase von seiner Mutter alleingelassen wurde, aber auch von der Ruhe, die er ihr vermittelt. Der Hase, dessen Nachfolgegenerationen nun auch nahe bei Daltons Landhaus leben und immer wieder zurückkehren, hat sie zu ihrem Engagement für Naturschutz geführt, aber auch dazu, Druck und Tempo aus ihrem gehetzten Leben zu nehmen, eine Wirkung, die das Buch auch auf seine Leserinnen und Leser haben dürfte, wie Hildebrand abschließend vermutet.