Rezensent Rüdiger Safranski findet es äußerst erhellend, dass Wolfram Eilenberger im neuen, dritten Band seines philosophiehistorischen Projekts Theodor W. Adorno, Susan Sontag, Michel Foucault und Paul Feyerabend unter einen Hut bringt. Vier geschickt miteinander verknüpfte Porträts sind das, gemeinsam ist den Ausgewählten, dass der Ausgangspunkt ihres Denkens ein Bruch mit dem Konsens ist. Im Anschluss geht Safranski entlang des Buches die vier Geister der Gegenwart durch, und arbeitet sich dabei jeweils sowohl durch die Biografie als auch durch das intellektuelle Werk. Bei Adorno steht der Blick auf eine dem Schrecken zum Trotz mit sich versöhnte Nachkriegsgesellschaft der BRD im Zentrum, resümiert Safranski, bei Sontag um die Faszination für Avantgarde und Massenkultur, bei Foucault um den Abschied vom Ich, Machtkritik und die finale Hinwendung zur Antike, bei Feyerabend um Rationalitätskritik und freigeistigen Widerstand gegen Expertokratien. Insgesamt ein tolles Buch über tolle Denker, heißt es abschließend.