Manchmal wagt Stuart Turton ein bisschen zu viel, hält Rezensentin Maria Wiesner zu seinem neuen Krimi fest, der auf einer einsamen, abgeschotteten Insel spielt, auf der nur 122 Menschen genügend Lebensraum finden. Die Lehrerin Niema erklärt, dass die Abschottung viel mit dem bedrohlichen Nebel zu tun hat, der um die Insel wabert - dann ist sie tot und die Schülerin Emory, die heimlich die auf der Insel verbotenen Krimis liest, versucht, den Fall aufzuklären. Erzählt wird das Ganze aus der Perspektive einer künstlichen Intelligenz, was Wiesner mehr nervig als reizvoll findet, denn Turton schummelt der allwissenden KI Inkonsistenzen unter, damit die Leser miträtseln können - aber warum dann überhaupt dieser "Kunstgriff", fragt die Rezensentin. Stark findet die Kritikerin aber die spannenden Plottwists, wie sie schließt.