Rezensentin Kathrin Müller-Lancé stimmt der Psychologin Marina Weisband zu, dass Demokratie nur durch das Erlernen von Mitsprache gefördert werden kann. Weisband beschwert sich zunächst über das fehlende Mitspracherecht der Schüler im Bildungssystem. Diese könnten sich außerhalb des Unterrichts kaum ausdrücken, sie seien gefangen in den "klaren Hierarchien", zitiert Müller-Lancé die Psychologin. Ihr Vorschlag - eine Online-Plattform an Schulen, auf der Schüler über schulinterne Organisationsfragen diskutieren und entscheiden können - erscheint der Rezensentin sinnvoll. Den Schülern sollte zugetraut werden, Entscheidungen zu treffen, ihre Ideen sollten ernst genommen werden, so Müller-Lancé. Dabei erfinde Weisband nichts völlig Neues, meint die Rezensentin, vielmehr sei der Vorschlag der Psychologin ein "anschauliches Plädoyer" für eine wirksamere Beteiligung der Schülerschaft an schulpolitischen Fragen. "Demokratische Basics" würden hier bekräftigt. Diese kann man gar nicht oft genug wiederholen, so Müller-Lancé abschließend.