Rezensent Harald Eggebrecht freut sich, dass der Mittelalterhistoriker Anthony Bale ein so informatives wie unterhaltsames Buch zum Reisen im Mittelalter geschrieben hat: Er hat sich sogar selbst auf Reisen begeben und wie seine Vorbilder Krankheiten, Wetter und Insekten getrotzt. Große Mengen an Pilgern zum Beispiel haben sich von der Reise nach Rom bis zu 12.000 Jahre Nachlass im Fegefeuer erhofft, Kaufleute in Nahost reisten sicherer mit einer Frau an ihrer Seite, die Land und Leute kennt, erfahren wir. Bale bezieht zahlreiche Quellen mit ein und widmet sich auch den "Superstars spätmittelalterlicher Reiseliteratur" wie Sir John Mandeville und Marco Polo, um nicht nur den westlichen Blick, sondern auch den Blick auf den Westen darzustellen, führt Eggebrecht an. Eine kurzweilige Lektüre, resümiert er.