Unverkennbar ist der Christoph-Ransmayr-Sound, auch in diesem Erzählband, der Texte aus den Jahren 1982 bis 2019 versammelt laut Rezensent Harald Eggebrecht. Auch wo Ransmayr auf Humor abzielt, ist er auf sprachliche Genauigkeit bedacht, erläutert Eggebrecht, und ganz frei von Pathos ist sein Schreiben selten. Die 13 Texte, die der Band enthält, gefallen dem Rezensenten stets da am besten, wo sie sich streng dem Erzählen verpflichten und nicht allzu viele gedankliche Abschweifungen unternehmen. Der Rezensent skizziert die Handlung einiger dieser Geschichten, eine spielt in einer Unterwasserwelt, eine andere an einem irischen Kneipentresen. Allzu marmoriert und kulturbeflissen mag das alles dem einen oder anderen erscheinen, gesteht Eggebrecht ein, aber wer sich auf dieses Schreiben einlässt, blickt hinterher anders auf die Welt.