Rezensentin Julia Voss kommt Peggy Guggenheim ziemlich nahe in diesem Buch. Dass es tatsächlich erschienen ist, ist, erläutert Voss, nicht selbstverständlich, schließlich starb Rebecca Godfrey, bevor sie es, nach viel Arbeit und langen Recherchen zum Thema, vollenden konnte, den Abschluss des Projekts übernahm dann eine andere Autorin, Leslie Jamison. Das in der ersten Person verfasste Buch greift außerdem zahlreiche Motive aus Peggy Guggenheims seinerzeit für viel Aufmerksamkeit sorgenden, offenherzigen Autobiografie auf, wobei Godfrey und Jamison, so Voss, nicht gar so rasant schreiben und einigen Spuren, die sich in diesem aufregenden Leben finden, ausführlicher nachgehen. Entlang des Buchs geht Voss auf einige Episoden im Leben Guggenheims ein, auf die vielen frühen Tode in ihrem Umfeld, auf die antisemitischen Vorurteile der amerikanischen High Society, mit der die Guggenheims zu kämpfen hatten, auf Freundinnen beziehungsweise Liebhaber Peggy Guggenheims wie Emma Goldman oder Samuel Beckett. Laut Rezensentin ist das meiste, was hier erzählt wird, historisch verbürgt und es erschließt einem wie nebenbei auch die Zeit, in der das Buch spielt. Vor allem aber, freut sich Voss, tauchen wir tief ein in dieses abenteuerliche Leben.