Dieser Band versammelt Reden, Essays und Prosa Herta Müllers, die sich für den Rezensenten Paul Jandl zusammenfügen zu einem inspirierenden "Nachdenken über die Bedürftigkeit des Menschen". Es geht um Humor in der Diktatur und in einem fremden Land, um Freiheit und Würde, so Jandl. Wie bemerkt man den schleichenden Verlust von Freiheit? Wie bleibt man Subjekt, und wie bekämpft man die Angst? Für Müller gibt es darauf eine Antwort, so der beeindruckte Kritiker: durch Beobachten. Das schult den "inneren Freigeist" und schärft eine Sprache, die wie bei Müller immer präziser wird, lernt Jandl. Unbedingt eine Leseempfehlung.