Ob Pirelli-Reifen, Spargel oder Biber - Jan Wagner findet Inspiration für seine Verse überall, staunt Rezensentin Sandra Kegel, der diese "Neugier auf die Welt und auf die Sprache" imponiert. Wagner beginnt immer mit etwas Konkretem und entwickelt daraus eine Idee, nie andersrum, notiert sie. Ins Erdreich und auf die Müllkippe zieht es den Dichter diesmal, aufs Land, zum Angeln und zur Karotte, die Wagner so schön besingt, dass es der Kritikerin ganz warm ums Herz wird, während sie ihrer Verwandlung zum Rhizom zuschaut. Gelegentlich gibt es auch "tagespolitische Einlassungen", aber meist muss der Leser die Motive selbst entdecken. Eine lohnenswerte Aufgabe, versichert die Kritikerin.