Polly Morland porträtiert in "Ein glückliches Tal" auf so berührende wie sozialgeschichtlich informative Weise eine Landärztin in einer abgelegenen Gegend, findet Rezensent Carsten Hueck. Die britische Autorin ist beim Ausräumen ihres Elternhauses auf ein altes Buch über einen tatsächlichen, bekannt gewordenen Landarzt gestoßen - und überträgt dessen Geschichte in die Gegenwart, indem sie mit der Ärztin, die heute seine Praxis übernommen hat, Gespräche führt. Auch diese Ärztin geht, so resümiert Hueck, leidenschaftlich ihrem Beruf nach, macht trotz Schneewehen Hausbesuche und kennt all ihre Patienten persönlich. Aus Morlands Buch geht daher laut dem Rezensenten auch hervor, wie die Menschen in diesem abgelegenen Landstrich leben, was sie bewegt und wie die Landschaft ihren Alltag beeinflusst. Ein bei aller Eindrücklichkeit nicht nostalgisches Lebensabbild, das Hueck nur empfehlen kann.