Rezensent Arno Widmann ist dankbar, dass ihn Orhan Pamuks Roman "Die Nächte der Pest" von dem aktuellen Zeitgeschehen ablenken kann. Der Autor lässt darin eine Erzählerin vom Ausbruch der Pest und dem Versuch ihrer Bekämpfung auf der fiktiven osmanischen Insel Minger, aber auch von der Liebesgeschichte der Prinzessin Pakize und dem Quarantänearzt Nuri Bey und dann sogar noch von einem Mord, der aufgeklärt werden muss, berichten, erklärt Widmann. Fiktion und Realität werden hierbei so geschickt miteinander vermischt, dass der Rezensent nicht nur immer wieder nachschlägt, ob diese oder jene genannte Figur wirklich historischen Ursprungs ist, sondern ihn letztendlich sogar wünschen lässt, dass die beschriebene Fiktion Realität sei. Letztendlich bringt das Buch Widmann zum Lachen und Weinen und er wünschte, die Geschichte ginge immer weiter, resümiert er.