Ein Buch für Dichter, um daraus zu lernen, dass alles möglich ist, meint Andreas Breitenstein über diesen letzten Band aus dem postumen Werkkonvolut Roberto Bolanos. Die 13 enthaltenen Texte stimmen den Rezensenten wehmütig, da sie noch einmal das ganze finstre Universum des Autors, Huren, Einsame, Gangster, Irre auffahren, den Leser das Fürchten zu lehren. Die "Gosse des Lebens", in die Breitenstein hier eintritt, dieser Abgrund von Gewalt, der sich überall auftut, wohin Bolanos Helden treten, begeistert den Rezensenten. Das liegt an Bolanos beiläufiger, abgeklärter Art, all die Leere, das Böse und die Angst in seinen Texten in einer Mischung aus Morbidität und Vitalität, aus Komik, Kritik und Amoralität und schließlich, wie Breitenstein staunend feststellt, mit existenziellem Furor und poetischer Präzision darzustellen.