Leicht hingegeben, wie es scheint, hat Helmut Böttiger sich der Märchenbiografie von "Hoppe", in der sich die Erzählerin "fh" eine partiell autobiografische Lebensgeschichte auf den Leib geschrieben hat, komplettiert mit fiktiven Kritikereinwürfen, jeder Menge Anspielungen auf das Werk der Autorin Felicitas Hoppe nebst Textanalysen. Es sind Rattenfängermethoden, mit denen die Autorin ihre Leser einfängt und der Rezensent ist ihr willig gefolgt, wie er zugibt. Das vorliegende Buch nennt er denn nicht das "Sahnehäubchen", sondern die veritable "Käse-Sahnetorte" des bisherigen Werks. Die Autorin phantasiere sich im Kindergartenalter in Kanada einen weltberühmten Eishockeyspieler an die Seite, präsentiere sich als Studentin der Komposition in Australien und als Deutschlehrerin in den USA, bis sie schließlich Schriftstellerin wird, fasst Böttiger diesen Lebensweg zusammen. Ein Teppich aus Traum, Fantasie und Realitätspartikeln, auf dem Böttiger offenbar sehr gern gewandelt ist. Und er hat sich auch kein bisschen am Selbstreferentiellen gestört, dass diesem Text selbstverständlich zueigen ist, nicht zuletzt, weil Hoppe nicht an komischen Szenen und witzigen Wendungen spart, wie er anerkennend festhält.