Margit Irgang ist fasziniert von diesen Krimigeschichten. Immer gehe es dabei um Frauen, deren Ziele auf den ersten Blick im Einklang mit den Zielen der Gesellschaft stehen: Heirat, Kinder, später dann ein größeres Haus und ein größeres Auto. Doch gleichzeitig leben diese Frauen "in einem geheimen Einverständnis mit dem Niedrigen und Schmutzigen", dass sich in einem unvorhergesehenen Moment enthüllt, erzählt Irgang. Sie bewundert auch, mit welchen literarischen "Tricks" Munro Spannung erzeugt: immer werde die Geschichte aus der Perspektive einer "gefährdeten" Person erzählt, die "sich selbst nicht kennt" und so fast zwangsläufig zum Opfer werde. So empfindet der Leser ein Gefühl unterschwelliger Bedrohung, selbst wenn noch alles ganz normal erscheint, verspricht die Rezensentin.