- S. Fischer Verlag
- 1994
- Taschenbuch
- 190 Seiten
- ISBN 9783596104536
Im Nachwort zu seiner »Selbstdarstellung« schrieb Freud 1935 im Hinblick aufseine in den Jahren davor erschienenen kulturtheoretischen Schriften: »Nach dem lebenslangen Umweg über die Naturwissenschaften, Medizin und Psychotherapie war mein Interesse zu jenen kulturellen Problemen zurückgekehrt, die dereinst den kaum zum Denken erwachten Jüngling gefesselt hatten.« Diese Feststellung schien einen Eindruck der Zeitgenossen zu bestäti- gen: Freud sei auf einmal, aus Altersweisheit, auf die Kultur gekommen. Dieser Eindruck trügt. Freud war als Wissenschaftler von Anfang an immer auch mit gesellschaftlichen Phänomenen beschäftigt gewesen. Alfred Lorenzer und Bernard Görlich stellen in ihrer gedankenreichen Einleitung fest: »Das >hysterische< Unglück [...] ist [...] eingebunden in einen ganz bestimmten kulturellen
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