- Campus Verlag GmbH
- 2025
- Taschenbuch
- 513 Seiten
- ISBN 9783593520636
Hiphop ist die weltweit bedeutendste Jugendkultur. In Deutschland hat sich der Gangsta-Rap seit der Jahrtausendwende zum kommerziell erfolgreichsten Subgenre der Sparte entwickelt. Seit einigen Jahren sorgen aber nicht nur gewaltaffirmative, misogyne, homo- und transfeindliche Botschaften des deutschen Gangsta-Rap für öffentliche Skandale, sondern vor allem dessen antisemitischen Inhalte. Jakob Baier beleuchtet, auf welche Weise diese Ideologeme auf historische und kulturelle Wurzeln im US-amerikanischen Rap zurückgehen und sich mit der Zeit auch im deutschsprachigen Gangsta-Rap etabliert haben. Wie seine Untersuchung an einer Vielzahl von Beispielen unterschiedlicher Vertreter des deutschen Gangsta-Rap und ihrer Produkte zeigt, werden antisemitische Weltdeutungen in die genrespezifischen autoritären Gesellschaftsvorstellungen, hypermaskulinen Geschlechterbilder und heroischen Machtfantasien integriert.
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