Kritiker Eckhard Jesse freut sich, dass der Publizist Nikolaus Blome sich in seinem neuen Buch zwölf häufig geäußerte Thesen vornimmt und einem gründlichen Faktencheck unterzieht. So zeige sich, dass der Gender-Pay-Gap gar nicht so groß sei, berücksichtige man, dass Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten, ähnliche Verzerrungen von Zahlen würden sich beim Stichwort Altersarmut ergeben. Jesse hätte gern einen stärkeren Einbezug der "soziokulturellen Dimension" gesehen, er nutzt die Besprechung, um gegen eine "meinungsbildende Elite" zu wettern, die festlege, was richtig und falsch sei, auch wenn Blome darauf in seinem Buch nicht eingeht. Insgesamt lobt der Kritiker, dass der Autor verständlich argumentiert und genau hinschaut und damit eine gute Diskussionsbasis schafft.