"Im besten Sinne verstörend" ist dieser Jugendroman von Martin Muser für Rezensentin Katrin Hörnlein. Ein Trip ins Ferienhaus der Eltern wird für fünf Jugendliche zum Alptraum, als plötzlich drei junge Männer vor der Tür stehen, lesen wir. Einen von ihnen, Liam, hatte die Gruppe vorher als Anhalter mitgenommen, ihn dann aber aufgrund seiner rassistischen Kommentare an einer Tankstelle ausgesetzt. Jetzt folgt die Rache, und die eskaliert in einer Gewaltspirale, so Hörnlein. Atemlos verfolgt die Kritikerin, wie sich die Situation hochschaukelt, in schnellem Wechsel wird aus den unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Quälend ist hier nicht nur das sadistische Spiel, das die Peiniger mit ihren Opfern spielen, meint sie, sondern auch die moralischen Fragen, die die Jugendlichen sich zu stellen gezwungen sind. Eine große Stärke des Romans ist, dass diese größtenteils unbeantwortet bleiben und damit zu eigenen Überlegungen anregen, schließt die Kritikerin.