Alice Hasters
Anti Opfer
Warum wir Verletzlichkeit verachten | 'Das richtige Buch zur richtigen Zeit.' Missy Magazine I Die fundierte Analyse eines kulturellen Wandels von der Bestsellerautorin
- Ullstein
- 2026
- Gebunden
- 288 Seiten
- ISBN 9783550204067
Warum wir Opfer hassen. In Talkshows, in Bundestagsdebatten, am Abendbrottisch - überall wird über "Opfer" gesprochen. Doch zunehmend sind damit nicht Menschen gemeint, denen Unrecht widerfahren ist. Sondern solche, die die Harmonie stören, als verweichlicht gelten, andere herunterziehen oder sich über sie stellen wollen. "Opfer" - das ist längst ein Vorwurf geworden. Wenn Menschen nicht so viel jammern würden, heißt es, hätten wir nicht so viele Probleme. Was passiert in unserer Gesellschaft, wenn Sensibilität als elitär gilt, das "Recht des Stärkeren" dagegen als egalitär und authentisch?In ihrem neuen Buch beschreibt Alice Hasters einen medial verstärkten kulturellen Wandel, der nicht zufällig mit einem Aufschwung von Autoritarismus und Faschismus einhergeht.
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Doch auch diese Systeme brauchen "Opfer": vermeintlich fragile, verwundbare Figuren, die es zu schützen gilt, um die Politik der Härte zu rechtfertigen - Frauen und Kinder, die "europäische Kultur" oder den "Wohlstand". Mit intellektueller Unruhe und unbeirrter Klarheit benennt Hasters die verheerenden Folgen dieser Politik und stellt ihnen die politische Kraft der Verbundenheit gegenüber.
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