Zimmermann, Niklas. Volksgruppe und Versöhnung - Die Ackermann-Gemeinde als sudetendeutscher Verband und Akteur im deutsch-tschechischen Dialog (1946-2004). Vandenhoeck + Ruprecht, 2025.

Niklas Zimmermann

Volksgruppe und Versöhnung

Die Ackermann-Gemeinde als sudetendeutscher Verband und Akteur im deutsch-tschechischen Dialog (1946-2004)
  • Vandenhoeck + Ruprecht
  • 2025
  • Gebunden
  • 312 Seiten
  • ISBN 9783525303528

Nach der Vertreibung aus der Tschechoslowakei gründeten sudetendeutsche Katholiken die Ackermann-Gemeinde. In der frühen Nachkriegszeit verkörperte diese eine von drei politischen Strömungen im sudetendeutschen Spektrum. Sie betrieb auch gegen Widerstände die Annäherung der Vertriebenenverbände an den politischen Mainstream der Adenauer-Ära. Ab den 1960er-Jahren verschoben sich die Schwerpunkte teilweise: Vor allem die Jugend der Ackermann-Gemeinde wandte sich gegen die alte „Heimatpolitik“. Als neue Aufgabe kam zudem die grenzüberschreitende „Osthilfe“ für Katholiken in der kommunistischen Tschechoslowakei hinzu. Durch diese Vorgeschichte hatte die Ackermann-Gemeinde nach 1989 in Tschechien eine hohe Reputation und konnte sich inmitten hitziger vergangenheitspolitischer Debatten weiter als Vordenkerin einer deutsch-tschechischen Versöhnung profilieren. Diese Studie beleuchtet das

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Wirken der Ackermann-Gemeinde insbesondere in ihren grenzüberschreitenden Bezügen. Sie basiert auf umfangreichen Archivrecherchen in Deutschland und in Tschechien – unter anderem von Akten der tschechoslowakischen Staatssicherheit, die diese bedeutende sudetendeutsche Organisation über Jahrzehnte beobachtete.

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