Rezensentin Stephanie von Oppen ist "zutiefst beeindruckt" von Eli Sharabis Bericht über seine Geiselhaft bei der Hamas, aus der er im Februar 2025 freikam. Zu lesen ist von dem Moment, als die Hamas-Kämpfer in sein Haus eindringen, ihn mitnehmen und seine Frau und sein Kind zurücklassen - wenig später wurden sie ermordet, wie Sharabi erst nach seiner Befreiung erfuhr -; von der anfänglich noch erträglichen Gefangenschaft, weil man mit regelmäßigen Mahlzeiten versorgt wurde, und später von der Verlagerung in verschiedene Tunnel, in der Hunger und desaströse Hygieneverhältnisse herrschten. Bemerkenswert ist dabei für die Kritikerin, wie wenig wertend oder hasserfüllt Sharabi von allem berichtet; wie er noch differenziert beobachten, sich über die Unkenntnis der Geiselnehmer wundern kann und wie er sich Disziplin und Lebensmut bewahrt, vor allem im Zusammenhalt mit den Mitgefangenen. Ein höchst eindrücklicher Bericht, der in Israel und in den USA ein Bestseller wurde - von Oppen ist gespannt auf die Resonanz in Deutschland.