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Hesse, Hermann. Das Glasperlenspiel - Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften. Suhrkamp Verlag, 1972.

Hermann Hesse

Das Glasperlenspiel

Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht samt Knechts hinterlassenen Schriften
  • Suhrkamp Verlag
  • 1972
  • Taschenbuch
  • 615 Seiten
  • ISBN 9783518365793

Weil es für Hesse keinen Fortschritt gibt ohne die Verwirklichung von Utopien, hat er inmitten von Chaos und Anarchie mit der Pädagogischen Provinz Kastalien das Modell eines an Ordnung, Vernunft und Maß orientierten Bildungssystems entworfen. Die in Kastalien entwickelte und praktizierte Technik des Glasperlenspiels zielt darüber hinaus auf eine interdisziplinäre Vernetzung von Kunst und Wissenschaft. Mathematik und Musik und die durch fortschreitende Spezialisierung auseinanderdriftenden Disziplinen der Geistes- und Naturwissenschaften können mit Hilfe der universellen Zeichensprache des Glasperlenspiels wieder verbunden und ihrer gemeinsamen Struktur bewußt werden. Diese so aktuelle wie zukunftsorientierte Synopse von abendländischer und asiatischer Geistesgeschichte, aktiver und kontemplativer Lebenspraxis verliert ihren utopischen Charakter am Beispiel

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der Biographie von Josef Knecht, der die Pädagogische Provinz in dem Augenblick verläßt, sobald sie wie jede Institution in Bürokratie, Orthodoxie und unsozialem Selbstzweck zu erstarren droht.

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