David J. Chalmers war zunächst ein glänzender Mathematiker, informiert der ergriffene Rezensent Michael Köhler, und wie so mancher Mathematiker scheint er sich nach dem Nachlassen der höchsten jugendlichen Spannkraft des Gehirns gern in flippigere Gefilde begeben zu haben. Aber wenn ein Ex-Mathematiker nachdenkt, ist es ja meist immer noch spannender als die Geistesprodukte gewöhnlicher Wesen. Das wesentliche ist für Köhler, dass Chalmers mit nicht nachlassender Intensität wiederholt, dass er auch virtuelle für reale Welten hält, denn auch virtuelle Welten "existieren unabhängig von unserem Geist". Unterstützt von "klugen Grafiken" Tim Peacocks liest sich Chalmers' Buch für Köhler wie "Kopf-Kino". Es sei ein Buch,in das man an beliebiger Stelle einsteigen könne. Und stets, so freut sich der Rezensent, holt sich Chalmers seine Anregungen aus der Popkultur, ganz besonders natürlich aus Serien wie "Raumschiff Enterprise", wo ja auch schon gefragt wurde, wie real virtuelle Wesen sind. Köhler verspricht eine manchmal sicher verwirrende, aber stets inspirierende und unterhaltsame Lektüre.