Kanai, Mieko. Leichter Schwindel - Roman | Eine fesselnde Horrorgeschichte über die alltägliche Langeweile einer Frau in Tokio. Suhrkamp Verlag, 2025.

Mieko Kanai

Leichter Schwindel

Roman | Eine fesselnde Horrorgeschichte über die alltägliche Langeweile einer Frau in Tokio
  • Suhrkamp Verlag
  • 2025
  • Gebunden
  • 174 Seiten
  • ISBN 9783518225561
Übersetzung: Ursula Gräfe
Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe. Tokio in den Neunzigern, manisch flirrende Weltstadt, und Natsumi steckt fest: Ehe, Mutterschaft, Haushalt, ein sediertes Mittelschichtsleben in ruhiger Randlage. Sicher, sie hat sich ihren Humor bewahrt, den Eigensinn, die Häme, die Begeisterung für Hitchcock-Filme, für die Fotografie. Und "aus innigster Überzeugung" bekocht sie Mann und Söhne, wäscht die Wäsche, geht einkaufen, redet angeregt mit Nachbarinnen.Wenn sie nachts aber wachliegt und in die Dunkelheit starrt, hat sie neuerdings die Supermarktregale in der korrekten Abfolge vor Augen. Oder rezitiert fehlerfrei ihre seitenlangen To-do-Listen. Ist es nicht beunruhigend, wie sie von der Flut alltäglicher Kleinigkeiten mehr und mehr davongetragen wird? Wie in der Monotonie
Mehr Weniger
ihrer Tage zugleich alles und überhaupt gar nichts geschieht? Wie die Welt zusehends unschärfer wird?Das alles erscheint ihr plötzlich völlig klar - nur eben das nicht: Wo er sie eigentlich hinführt, dieser ständige leichte Schwindel.

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