Im 19. Jahrhundert wurde in Nationalökonomie und Publizistik viel diskutiert, welche Riesenmächte in Zukunft die Erde unter sich aufteilen würden. Dass sie es tun würden, stand kaum in Frage. Sönke Neitzel ist diesem "Diskurs" in England, Frankreich, den USA und dem Deutschen Reich nachgegangen und Stefan Breuer lobt die Darstellung für ihre "klare Sprache und die sorgfältige Erschließung der Quellen", stört sich aber daran, dass die Argumentation bald klar ist, und nur noch Variationen folgen. Am Ergebnis, dass dort "wo der eigene Status unsicher erschien", nämlich im Deutschen Reich und in Großbritannien, der Anspruch auf Großmacht am größten war, wird die Imperialismus-Forschung nicht mehr vorbeikommen.