Die fünf Erzählungen, die das Buch Natascha Wodins versammelt, sind teilweise bereits älteren Datums, erläutert Rezensentin Stephanie von Oppen, und sie setzen sich chronologisch zum Lebenslauf der Autorin zusammen. Es beginnt also, fährt Oppen fort, mit einem Text zur Kindheit Wodins in einem deutschen Lager für ehemalige Zwangsarbeiter an der Regnitz - jenem Fluss, in dem sich die traumatisierte, aus Mariupol stammende Mutter der Autorin später selbst das Leben nahm. Unter den weiteren Erzählungen hebt Oppen vor allem "Das Singen der Fische" hervor, ein Text, der von einer Reise handelt, die die Erzählerin mit einem deutschen, von 68 geprägten Studenten nach Sri Lanka unternahm. Und auf der sie, zeichnet die Rezensentin nach, erkannte, dass Sri Lanka ihrer "inneren Wildnis" (Zitat Wodin) näher ist als der Student. Ein Buch, das viel von Trauer handelt und doch glücklich macht, so das positive Fazit.