Rezensent Martin Oehlen ist überzeugt von Shehan Karunatilakas Booker-Preisträgerbuch, das sich der gewaltvollen jüngeren Geschichte Sri Lankas auf keineswegs düsteren Wegen nähert. Die Hauptfigur Maali Almeida wird allerdings, lernen wir, gleich mal ermordet, landet dann in einem überirdischen Zwischenreich und wird von dort aus noch einmal auf die Erde zurückgeschickt, wo er sieben Monde lang als Geist weiterexistieren kann. Als solcher kann er, heißt es weiter, den Lebenden Dinge einflüstern, die vielleicht nicht ganz ungehört verhallen, und auch Maali versucht, das eine oder andere im Bereich des Irdischen einzurenken; es geht unter anderem um Kriegsfotos, um eine Liebesgeschichte und um die Suche nach dem Mörder des Protagonisten, zählt Oehlen auf. Es ist ziemlich viel los in dem Buch, findet Oehlen, ein Personenverzeichnis und ein Glossar helfen dabei, den Überblick zu behalten, auch die diversen Faktionen der politisch-militärischen Auseinandersetzung gilt es auseinander zu halten. Aber es lohnt sich, dran zu bleiben, so der Rezensent.