Komplett einverstanden ist Rezensent Adam Soboczynski mit der Art und Weise, mit der Stefanie Sargnagel auf Amerika blickt. Die Österreicherin sucht in ihrem Buch über eine Reise, die sie im Zuge einer Einladung nach Iowa unternahm, nach den Klischees, nicht nach den Abweichungen von ihnen und findet sie insbesondere in von Fast Food und langen Autostraßen geprägten Kleinstadtamerika voll bestätigt, so Soboczynski, der das lustig findet, insbesondere, wenn Sargnagel bei ihren Gedanken über die amerikanische Kultur die vermeintlich anarchischere österreichische als Vergleichsmaßstab heranzieht. Und dann ist da noch, so der Rezensent, Sargnagels Reisebegleitung, die Berliner Musikerin Christiane Röslinger, die 20 Jahre älter ist als die Autorin. Die Freundschaft der beiden macht für Soboczynski einen besonderen Reiz des Buches aus, auch weil, wie er mit Sargnagel ausführt, in den gängigen medialen Rollenvorstellungen kaum Platz ist für Frauen jenseits der 50.