Rezensent Nico Bleutge folgt Daniel Kehlmanns Erkundungen der Historie, des eigenen Schreibens und der Gegenwart mit Vergnügen. Kehlmanns Essays mögen formal nicht unbedingt gewagt sein, räumt der Rezensent ein, doch sie bestechen durch die Vielfalt der Themen (Quantenphysik, Hölderlin, KI etc.) und durch eine anschauliche, zugewandte Sprache, verspricht Bleutge. Auch wenn die "Wahrheit" hier etwas überstrapaziert wird, Kehlmanns Gedanken sind klarsichtig und anregend, so Bleutge. Kehlmanns dialektisches Denken in Widersprüchen lässt sich an ihnen gut studieren, meint er.