Nicht durchweg neu, aber aufschlussreich ist, was Julia Friedrichs über die wunderbare Welt der Superreichen herausgefunden hat, findet Rezensentin Melanie Mühl. Geduldig hat sich Friedrichs an die exklusive Welt der Milliardäre herangepirscht, lernen wir, diejenigen, mit denen sie für das Buch gesprochen hat, verraten nicht alle ihre echten Namen. Viele, wie etwa "Mr. Capri-Sonne", sind wenig interessiert daran, ihre Privilegien zu reflektieren oder gar über die gesellschaftlichen Folgen einer wachsenden Ungleichheit nachzudenken, erzählt Mühl. Aber es gibt auch Gegenbeispiele wie Marlene Engelhorn, die ihr Erbe von einem Bürgerrat verteilen lässt. Keineswegs geht es Friedrichs darum, Reiche persönlich anzugreifen, stellt die Rezensentin klar, durchaus jedoch wird in dem Buch die Frage gestellt, welche zum Beispiel auch ökologischen Konsequenzen der Wunsch nach persönlichem Luxus (Mega-Yachten!) haben kann. Insgesamt ein empfehlenswertes Buch über beängstigende gesellschaftliche Realitäten, resümiert die Rezensentin.