"Wie bestellt" kommt, kurz vor dem hundertjährigen Jubiläum der Architektur- und Designbewegung "Neues Frankfurt", der neue Roman von Florian Wacker zu diesem Thema, so Rezensent Matthias Alexander. Es geht darin um die beiden fiktiven Freundinnen und Künstlerinnen Ella Burmeister und Franziska Goldblum in den 20er Jahren, um ihr Verkehren in angesagten Künstlerkreisen zwischen Martin Elsaesser, Ilse Bing oder Paul Wolff, und um ihren Eintritt ins Familienleben. In einem parallelen Erzählstrang geht in den 90er Jahren Franziskas Sohn Richard detektivisch genau der Geschichte seiner Mutter und ihrer Freundin nach. Wie Wacker die beiden Erzählstränge miteinander verbinde und sich dabei einerseits seine Erfahrung als Krimiautor, andererseits das umfassend in Museen vorliegende Material zum Neuen Frankfurt zunutze mache, um die 20er Jahre in Frankfurt "vibrierend" und spannungsvoll auferstehen zu lassen, findet der Kritiker höchst eindrücklich. Nur einige "schiefe" Sprachbilder und das "verwaschene Druckbild" bemängelt der ansonsten angetane Kritiker abschließend.