"Einen Gruß hin zu Thomas Mann" hier, einen weiteren "literaturgeschichtlichen Wink" zu Klopstock dort, baut Timon Karl Kaleyta in seinen neuen Roman ein, freut sich Rezensentin Cornelia Geißler. Dabei geht es um einen Mann, der unter Schlafstörungen leidet und deshalb ein Sanatorium besucht, in welchem der Arzt ihm rät, in sein "inneres Unbehagen" abzutauchen, resümiert die Kritikerin. Immer unheimlicher wird diese Suche nach "Heilung", meint Geißler. Das Buch ist in die Abschnitte "Innen" und "Außen" unterteilt erfahren wir. Im zweiten Teil sucht die Hauptfigur einen alten Jugendfreund auf, der ihm das "Glück der körperlichen Arbeit" in der Natur näherbringt. Man ahnt als Leser schon, dass das nicht lange anhalten wird, verrät Geißler, trotzdem liest sie "begierig", wie es weiter geht. Viel Symbolisches wird hier eingebaut, so die Kritikerin, auch den Klimawandel verarbeitet Kaleyta. Letztendlich zeigt uns der Autor in unheimlichen, absurden, aber auch humorvollen Szenen, eine "zersplitterte Gegenwart", schließt die angetane Geißler.